Einladungen zum Festakt und zur Fachtagung 150 Jahre Pomologisches Institut
am 13. Januar 2010, von Ullrich Schröfel

Hier kann die Einladung zur Fachtagung und zum Festakt zur 150-jahrfeier
des Pomologischen Instituts Reutlingen heruntergeladen werden


Einladung zum Festakt
Einladung zur Fachtagung



150 Jahre pomologisches Institut in Reutlingen, gegründet von Eduard Lucas
am 15. März 2010, von Ullrich Schröfel

Eduard Lucas (1816-1882) geboren und aufgewachsen in Erfurt absolvierte zunächst von 1831 – 1834 eine Ausbildung als Gärtner. Nach Stationen als Gärtnergehilfe in Frankfurt/Oder, Greifswald, Erfurt und München übernahm er von 1840 – 1843 die Leitung des botanischen Gartens in Regensburg.

1842 bewarb sich Eduard Lucas erfolgreich auf die Stelle des Institutsgärtners an der Landwirtschaftlichen Akademie in Hohenheim. Lucas arbeitete sich ab da in die ihm bis dahin unbekannte Pomologie (Obstsortenkunde) ein. Durch seine Arbeit in Hohenheim erlangte er sehr bald den Ruf eines herausragenden Fachmanns, besonders auf dem Gebiet der Obstbaumzucht und der Pomologie. 1851 richtete Lucas regelmäßige Kurse für Baumschulwärter in Hohenheim ein, bevor er dann 1853 die erste deutsche „Landespomona" mit Darstellung und Beschreibung aller in Württemberg vorkommenden Apfel- und Birnensorten sowie ihrer Synonyme veröffentlichte.

Nach weiteren bedeutenden Veröffentlichungen gab Lucas 1857 seine Absicht bekannt ein privates pomologisches Institut als Fachschule für Obst- und Gartenbau zu gründen. 1859 erwarb Lucas eingroßes Grundstück in Reutlingen und das "Pomologische Institut" wurde dann 1860 mit 17 Schülern aus dem In- und Ausland eröffnet. In den Folgejahren wurde das ursprüngliche Gebäude verändert, erweitert und eine Filialanstalt in Lenningen gegründet.

Das von Lucas mit herausgegebene „Illustrierte Handbuch der Obstkunde", dessen letzter Band 1883 erschien, enthält die genaue Beschreibung von 2700 Obstsorten in systematischer Anordnung, von denen etwa 1500 im Reutlinger „Deutscher Central-Obstgarten (Standort Mähringen)in der Ordnung des Handbuchs demonstriert werden konnten. 1866 erhält Lucas aus Anlaß seines 50. Geburtstags den Titel eines Ehrendoktors durch die Universität Tübingen. Eduard Lucas starb im Alter von 66 Jahren. Nachrufe würdigen ihn als eine der einflussreichsten und den Obstbau in allen Bereichen prägende Persönlichkeit.

Sein Sohn Friedrich übernahm nach dem Tod des Vaters bis zu seinem eigenen Tod 1921 die Leitung des Instituts. In 3. Generation übernahm sein Sohn Eduard für eineinhalb Jahre das Familienunternehmen bis zu dessen Auflösung im Herbst 1922.

Das Pomologische Institut

Das „Pomologische Institut" war eine Lehranstalt für Obst- und Gartenbau, die als erste Fachhochschule in Deutschland einen wissenschaftlichen und zugleich praxisbetonten Unterricht anbot und darin zum Vorbild für viele Schulen im In- und Ausland wurde. Die Gesamtzahl der zwischen 1860 und 1922 ausgebildeten Schüler betrug etwa 3.500. Etwa ein Fünftel von ihnen kam aus dem europäischen und außereuropäischen Ausland.

Um sich als private Internatsschule selbst unterhalten zu können, und um den Schülern die Möglichkeit zum Erwerb praktischer Fertigkeiten zu geben, führte das Institut einen gärtnerischen Betrieb. Unter Einsatz der Arbeitskraft der Schüler wurden die erforderlichen Einnahmen erwirtschaftet. So verkaufte man Jungbäume, Edelreiser, Beerenobststräucher, Tafelobst, Gemüse, Sämereien, Gartengeräte, Pflanzenschutzmittel und Gartenbauliteratur.

Die Bedeutung des pomologischen Instituts lag nicht allein in der Ausbildung von jungen Leuten, sondern auch darin, dass es lange Zeit in Deutschland der einzige Sammelpunkt für alle den Obstbau fördernden Bestrebungen war. Neue Sorten wurden erprobt, Krankheiten der Kulturpflanzen beobachtet, ihre Entstehung und Bekämpfung verfolgt. Aus der Fülle der Obstsorten wurden Sortimente besonders empfehlenswerter Tafel- und Wirtschaftsfrüchte aufgestellt und ihr Anbau gefördert.

Erst mit der Landesgartenschau 1984 auf dem Areal der einstigen Lehranstalt begann man sich wieder für den historischen Hintergrund, die noch erhaltenen ehemaligen Institutsgebäude, sowie die Arbeit und die Leistungen seines Gründers Eduard Lucas zu interessieren. Für die Reutlinger Bürger hat sich seit der Landesgartenschau auf diesem Gelände ein Erholungspark „Die Pomologie" entwickelt, der nicht mehr weg zu denken ist.

Inzwischen hat sich auf Initiative des Kreisverbandes der Obst- und Gartenbauvereine im Landkreis Reutlingen eine ehrenamtlich tätige Arbeitsgemeinschaft gebildet, welche das Erbe von Eduard Lucas bewahren möchte. Umgesetzt wurde bereits die Renovierung des sogenannten „Lucasgewölbe". Angestrebt ist im ehemaligen Wohngebäude von Eduard Lucas ein Streuobstzentrum einzurichten mit dem Ziel die Streuobstlandschaft entlang der mittleren schwäbischen Alb zu erhalten, zu fördern und ganzheitlich zu vermarkten. Weitere Informationen, auch über die weiteren Aktivitäten im Jubiläumsjahr, erhalten Sie bei der GardenLife an der Anlage des Obst- und Gartenbauvereins Reutlingen und im Lucaskeller

Weitere Informationen unter:
Landratsamt Reutlingen unter www.streubost-rt.de
Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg e.V. (LOGL) unter www.logl-bw.de




Neue Informationsbroschüren des Biosphärengebiets Schwäbische Alb
am 13. Januar 2010, von Ullrich Schröfel

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei finden Sie die beiden neuen Informationsbroschüren des Biosphärengebiets Schwäbische Alb zu Ihrer Information.


Infoborschüre Streuobstwiesen
Infoborschüre Biosphäre



Einladung zur Arbeitstagung am 16. Januar 2010 -
Die Ziele des Obst- und Gartenbaus im Landkreis Reutlingen
am 1. Januar 2010, von Ullrich Schröfel

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 18.09.2009 wurde ich zum Vorsitzenden des Kreisobstbauverbandes des Landkreises Reutlingen gewählt. Im Rahmen meiner Bewerbungsrede habe ich – von meinem Blickwinkel aus betrachtet - die wichtigsten Ziele und Aufgaben skizziert, vor denen der KOV und mit seinen Ortsvereinen steht. Um jedoch ein vollständiges und alle wichtigen Bereiche umfassendes Konzept über die weitere Entwicklung des Obst- und Gartenbaus zu erhalten, ist es uns wichtig aber auch notwendig, Ihre, d.h. die in den Ortsgruppen vorhandenen Überlegungen, Vorstellungen, Projektideen und Ziele mit einzubeziehen. Erfolgreich werden wir nur dann sein, wenn wir alle die gleichen Ziele verfolgen.

Deshalb möchten wir Sie hiermit ganz herzlich zu einer Arbeitstagung

am: 16. Januar 2010
um: 08:30 Uhr
ins: Gasthaus Rößle nach Dettingen / Erms

einladen. Das Ziel dieser Arbeitstagung soll sein, dass wir am Ende der Veranstaltung ein abgestimmtes Konzept vorliegen haben, in welchem die zukünftige Richtung festgelegt ist, in der sich der KOV und seine Ortsvereine entwickeln sollen. Im Konkreten streben wir an, unsere Ziel, Themen, Aufgaben und Projekte zu definieren, welche in den kommenden Jahren angegangen und erreicht werden sollen.


Nach derzeitigem Stand stehen folgende Punkte auf der Tagesordnung:

  1. Zukünftige Arbeitsschwerpunkte des KOV:
    1. gemeinsames Jahresprogramm 2010 / 2011
    2. bessere Kooperationen und Zusammenarbeit zwischen den Ortsgruppen
    3. Marketingmaßnahmen für die bessere Vermarktung unserer regionalen Produkte
    4. Betrachtung der Wertschöpfungskette mit dem Ziel, auf der einen Seite Einsparungen zu erzielen und auf der anderen Seite höhere Erträge zu erwirtschaften.
    Um weitere Diskussionsbeiträge aus den Ortsvereinen und den anderen Organisationen wird bis zum 06.01.2010 gebeten.

  2. 2010 feiern wir das 150-jährige Jubiläum des Pomologischen Instituts Reutlingen

  3. Netzwerk Fachwarte für Obst- und Garten, Erfahrungsaustausch

  4. Aktuelle Informationen über den Stand der Einrichtung eines Streuobstzentrums in Reutlingen und einer Streuobstlandschaft Alb-Neckar

  5. Sachstandsbericht über den Aufbau der Internetseite des KOV

  6. Verschiedenes

Wir freuen uns auf einen regen Gedankenaustausch und wünschen uns, dass möglichst alle Ortsvereine vertreten sein werden. Unsere Planung sieht vor, dass jeder Ortsverein mit bis zu drei Vertretern an dem Workshop teilnehmen können.

Die Veranstaltung möchten wir mit einem gemeinsamen Mittagessen abschließen. Hierzu sind Sie herzlich eingeladen. Die Arbeitstagung soll um 14:00 Uhr beendet sein. Bitte melden Sie sich mit dem beiliegenden Rückmeldebogen bis spätestens 30. Dez. 2009 an.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr und
Dietmar Bez
1. Vorsitzender KOV
Ulrich Schroefel
Geschäftsführung

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Dietmar Bez ist neuer Vorsitzender des Kreisverbandes der Obst- und Gartenbauvereine im Landkreis Reutlingen e.V.
am 11. Dezember 2009, von Ullrich Schröfel

Am 18. September 2009 fand im Gasthaus „Rebstöckle“ in Metzingen-Neuhausen die außerordentliche Mitgliederversammlung des Kreisverbandes Reutlingen statt, um einen Nachfolger für den im Mai 2009 überraschend verstorbenen Manfred Schuster zu wählen.

Der 1. Bürgermeister der Stadt Metzingen, Dietmar Bez stellte sich für die Nachfolge von Herrn Schuster zur Wahl. In seiner Bewerbungsrede brachte Herr Bez zum Ausdruck, dass Ihm der Erhalt unserer Streuobstwiesen als Teil unserer Kulturlandschaft eine große Herzensangelegenheit sei.
Zitat: „Diese Landschaft – meine Damen und Herren - und das sollten wir nicht vergessen, ist nicht nur ein Relikt einer in die Jahre gekommenen Form des Obstbaus, sondern sie ist gleichzeitig ein Teil unserer gewachsenen Heimat und damit letztendlich auch ein Teil unserer Identität und ich denke, es lohnt sich, sich für den Erhalt der Heimat und den damit verbundenen Zielen einzusetzen.“
Im Rahmen seiner Ausbildung studierte Herr Bez Geographie, Geologie und der Juristerei an der Universität Tübingen. Nachdem er 2006 zum Ersten Bürgermeister der Stadt Metzingen gewählt wurde, setzte er sich sofort für entsprechende Projekte ein.
  1. Bau eines Schulungsgebäudes mit Schaugarten des Bezirksobst- und Gartenbauverbandes Metzingen.
  2. Übernahme des Vorsitzes der Interessensgemeinschaft Ermstalobst – kurz „IG Ermstalobst“
  3. Herausgabe einer Broschüre über Selbstvermarkter im Ermstal
  4. Weiterentwicklung des Obstbaumuseums in Glems
  5. Umsetzung von Schulprojekten in Metzingen und vieles mehr.
Herr Bez hat ein Mandat im Kreistag und damit einen direkten Zugang zur Verwaltungsspitze des Landkreises Reutlingen.
Neben dem Erhalt unserer Streuobstlandschaft zählt Herr Bez den Generationswechsel in den Vereinen zu seinen wichtigsten zukünftigen Aufgaben. Der Überalterung in den einzelnen Ortsvereinen müsste etwas entgegengesetzt werden!

Die Delegierten wählten Ihn einstimmig zu Ihrem neuen Vorsitzenden.
Damit hat der Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine Reutlingen wieder einen kompetenten und zukunftsorientierten 1. Vorsitzenden.




copyright © 2010 KOV Reutlingen, by Manuel Heinkel