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Lehrfahrt in die Ortenau zur Spezial-Obstbaumschule Kiefer und zur innovativen Schwarzwald-Brennerei Wild

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde des Obstbaues und lebendiger Kulturlandschaft,

die FV-O und der Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine (KOV) laden alle Interessierten ein zur ganztägigen Lehrfahrt in die Ortenau:

am Montag, den 08.06.2026
Anmeldebogen mit Abfahrtszeiten findet ihr HIER.

Wir besuchen die Baumschule Kiefer, die nicht nur das ganze Steinobstsortiment abdeckt, sondern seit Jahren auch in der Züchtungsarbeit tätig ist. Hier werden alle Arten von Obstgehölzen und Beerensträuchern auf verschiedenen Baumformen und Unterlagen für den professionellen Obstbau im gesamteuropäischen Raum produziert. Uns führt Erich Kiefer und teilt sein umfassendes Wissen!
Seit 1980 arbeiten Hohenheim und Kiefer eng zusammen – daher sind alle Züchtungen von Walter Hartmann hier vertreten. Auf 20 ha wird Pflanzware produziert, ein Versuchsgarten Steinobst ist 2 ha groß und neben klassischem Obst-bau mit Beeren und Reben dabei haben sie auf 0,5 ha auch exotische Früchte – die neuen Arten! Was ist wohl Erich Kiefers Einschätzung, welche neuen Arten für die Streuobstwiesen geeignet sind?
Die Baumschule pflegt gute Kontakte zum Bayerischen Obstzentrum von Dr. Neumüller und prüft Neuzüchtungen auch von artevos für den Markt.
Die Vielfalt macht schon wieder Lust auf die nächste Pflanzsaison und der Sortenkatalog ist eine feine Wissenssammlung. Äpfel werden hier auch schon auf der neuen, triebsuchtresistenten Unterlage D 22/12 veredelt – wie positioniert er sich zum Thema Birnenverfall und Virutherm 2? (www.kiefer-obstwelt.de)

Nach der angekündigt umfangreichen Führung durch verschiedene Quartiere der Baumschule gehen wir zur Stärkung zum Mittagstisch in die nahegelegene Marktscheune (Selbstzahler). Diese bündelt die Produkte aus der nächsten Umgebung mit Focus auf regionale Qualität in ihrem Bauernmarkt und wechselndem Tagesessen. (www.markt-scheune.com)
Am Nachmittag wenden wir uns der anderen Form von Veredelung zu – der Destillation der Aromen aus dem Obst. Die Brennerei Wild ist Traditionsbrennerei seit 1855 und baut das veredelte Obst größtenteils selber an. Zitat: „Einzigartig ist das historisch gewachsene Lagenportfolio der uralten Streuobstwiesen, welche die Grundlage bilden für hocharomatische, charaktervolle Edelbrände.“ Welche Erfahrungen sie beim Obstbau machen, auf den Grenzertragslagen, also auf landwirtschaftlich weniger guten Böden am Schwarzwaldrand, dürfen wir mit Spannung erwarten. Klar ist: an der Westflanke des Schwarzwaldes sind ergiebige Jahresniederschläge (noch) die Regel. Wie stellen sie sich für die Zukunft auf?

Ihr Selbstverständnis ist charmant: „Um etwas Besonderes zu schaffen genügt es nicht, alles nach Lehrbuch zu machen. Unsere Brenner lieben die Extreme, suchen die Herausforderung und gehen bei der Suche nach dem Besten gerne das Risiko ein, das auch mal was schief geht.“ Spannend ist es, dass sie mit Spontangärung arbeiten und hier sehr gute Ergebnisse erzielen – diese werden wir natürlich auch in der Verkostung prüfen können! Es ist ihr erklärtes Interesse, ihr Wissen weiterzugeben und das dürfte sicher auch einige von euch interessieren! Ein sehr breites Produktspektrum weckt die Neugierde!

Im Anschluss an die Brennerei-Führung nehmen wir auf der Terrasse der Brennerei unser traditionelles, reichhaltiges  Vesper vor der Heimfahrt ein.

Wir freuen uns auf einen fachlich reichhaltigen Tag und den gemeinsamen Ausflug!

Mit besten Grüßen,        

die Fachvereinigung Obstbau im Landkreis Reutlingen

Aktuelle Veranstaltungen

Das Jahresprogramm wird in Kürze veröffentlicht, schauen Sie einfach in ein paar Tagen nochmal rein.

Aktuelle Beiträge

Einladung zur Jahreshauptversammlung der Fachvereinigung Obstbau, 26.02.26

Einladung zum 1. Streuobst-Stammtisch 2026

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Sortenbestimmung am 04.10. und 05.10. im Eduard-Lucas-Haus

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Einladung zur obstbaulichen Lehrfahrt am 05.09.25 in die Bodensee-Region